Kaffee – Warum ich ihn liebe und trotzdem wegkommen will

Kaffee und Bagel

Der Zaubertrank

Während ich diese Zeilen schreibe, habe ich gerade eine Tasse Kaffee intus und ich fühl mich ein bisschen wie Superman der einen sehr guten Tag hat. Ok, das ist vielleicht übertrieben, aber was ich damit sagen möchte, ich fühle mich sehr gut mit Kaffee. Es reicht schon eine Tasse und ich bin euphorisch und glücklich. Am liebsten würde ich danach gleich nochmal eine Tasse trinken und nochmal und nochmal. Es ist schon erstaunlich wenn man überlegt, wie so eine Tasse Kaffee über einen guten oder schlechten Tag entscheiden kann. Für mich ist es kaum einfacher glücklich zu sein, selbst an Tagen an denen ich eher nicht so gut drauf bin, ist Kaffee fast ein Garant dafür, die Stimmung in ungeahnte Höhen zu heben.

Die schlechten Seiten von Kaffee

Ok, hört sich so an als ob alles super wäre. Leider hat Kaffee bei mir nicht nur positive Auswirkungen. Eine Schwäche von mir ist, dass ich nicht gut Maß halten kann. Koffein macht mich fit und gut gelaunt, allerdings macht er mich auch innerlich unruhig. Durch die Glücksgefühle macht mir das nicht so arg viel aus, aber ich spüre diese Unruhe. Dazu kommt, dass die euphorische Wirkung vom Koffein irgendwann nachlässt, die innere Unruhe bleibt allerdings noch länger. Das wiederum führt dann dazu, dass ich nicht mehr ganz so gut ein- oder durschlafen kann. Ich habe schon manchmal gelesen, wenn man ab Mittags keinen Kaffee mehr trinkt kann man abends problemlos schlafen. Sogar in einem Buch über’s Schlafen von einem renommierten Schlafforscher habe ich sowas gelesen. Ich habe für mich allerdings festgestellt das stimmt einfach nicht und vermutlich wird es nicht nur mir so gehen. Selbst eine Tasse Kaffee am Morgen, hat bei mir noch Auswirkungen am Abend wenn ich ins Bett gehe.  
Eine weitere unschöne Seite von Kaffee ist, dass ich nachdem die euphorische Wirkung nachgelassen hat oft viel schlechter gelaunt bin als ich normalerweise bin. Also wie so eine Berg-Tal-Fahrt. An manch wenigen Tagen hatte ich sogar richtig depressive Phasen besonders am Abend, wenn die tolle Wirkung vom Kaffee schon längst nachgelassen hat. Das kenne ich so nicht, wenn ich gar keinen Kaffee trinke. Da ich weiß, dass das schlechte Gefühl vom Kaffee kommt und am nächsten Tag wieder weg ist, mache ich mir nicht mehr Gedanken als nötig – trotzdem nicht schön. Ein weiterer Punkt der mich nicht gefällt ist, dass ich viel schneller schwitze, vor allem unter den Armen. Das finde ich wie vermutlich die meisten einfach nur unangenehm und störend. 
Beim Laufen ist mir außerdem aufgefallen, dass ich zwar am Anfang mehr Motivation habe und voller Elan loslaufe. Allerdings gerade wenn ich längere Strecken laufe also alles über 15 km, merke ich, dass das Koffein eher störend ist. Ich habe gefühlt irgendwann einfach nicht mehr die Energie, die ich sonst habe und während des Laufens schwappt meine Stimmung irgendwann ins Negative über. Mir kommt es vor als wirkt das Laufen als eine Art Katalysator. Was sich sonst über den ganzen Tag zieht sich, läuft beim Laufen schon innerhalb weniger Stunden ab.  

So und jetzt zu einem der wichtigsten Gründe warum ich vom Kaffee wegkommen will. Ich war bereits schon mal eine Zeit lang vom Kaffee weg. Ich habe mich richtig gut gefühlt und ohne die ganzen Nebenwirkungen, die sonst vom Kaffee verursacht worden sind. Ich hatte eine unglaubliche innere Ruhe. Meine Gedanken waren klar und ich selbst war zufrieden mit mir und meiner Welt. Das Gefühl ist ein viel schöneres und zugleich sanfteres als das von Kaffee. Es ist viel Gutes in der Zeit passiert und ich glaube der Verzicht auf Kaffee hatte da einen großen Anteil daran. Ich denke einfach anders wenn ich ganz ohne das Aufputschmittel Koffein meinen Alltag bestreite. Für mich selbst kann ich sagen, ist das die bessere Variante. 


Zusammenfassung

So und falls du nicht das ganze Geschwafel oben lesen willst, hier in Kurzform mit paar Ergänzungen.

Warum ich Kaffee liebe

  • ich fühle mich glücklich und euphorisch
  • super Wachmacher
  • ich bin gefühlt produktiver
  • ich liebe es mit einer Freundin oder Freund ins Kaffee zu sitzen
  • Motivationsbooster vor allem auch zum Sport

Warum ich vom Kaffee wegkommen will

  • nach dem Stimmungshoch folgt spätestens am Abend das Tief
  • Schlafqualität leidet unter dem Koffein
  • stärkeres Schwitzen
  • Gedanken sind sprunghaft
  • beim Laufen nach einer Weile störend/energieraubend
  • Aufnahme bestimmter Nährstoffe wird gehemmt
  • innere Unruhe

Soviel zum Thema Kaffee von meiner Seite. So wie jeder Mensch einzigartig ist, so wirkt wahrscheinlich Kaffee auch bei jedem anders. Vielleicht findest du dich in einigen Punkten von mir wieder. Zur Zeit trinke ich Kaffee, allerdings werde ich bald versuchen wieder davon loszukommen. Dazu wird es dann einen eigenen Beitrag geben.

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